Kambodscha, Tag 11 – 14: Angkor (Teil 3)

Da mittlerweile so viele andere Sachen passiert sind, werde ich die Tempelgeschichte jetzt relativ schnell abhaken. Am Abend des ersten Tages haben wir noch Angkor Wat besichtigt, und darüber habe ich mich ja bereits im ersten Beitrag ausgelassen. Während die Anlage zwar die größte (als Einzeltempel, flächenmäßig ist Angkor Thom größer) und bekannteste ist, fand ich sie weniger eindrucks- und stimmungsvoll als Bayon, Ta Prohm oder Preah Khan. Die schiere Größe wirkt vor allem von außen, da durch den Aufbau in “Etagen” nur von dort aus z.B. die gesamte Höhe deutlich wird – weiter innen steht man ja quasi bereits auf einem erhöhten Standpunkt.

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Wirklich beeindruckend war der Säulengang rundherum, ebenfalls ein Beispiel für eine Besonderheit der Tempelanlagen: Trotz der Größe finden sich auf der kleinen Ebene unglaublich filigrane Details – und diese dann aber auf einer riesigen Fläche! Das erste Bild zeigt den Gang von außen um ein Gefühl für die Größe zu geben, das zweite die Reliefs von innen – und das geht quasi einmal rundrum! Gezeigt sind Szenen aus der Geschichte der Khmer.

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Davon abgesehen war es angesichts der Besuchermassen ebenso interessant einfach Menschen zu beobachten und zu fotografieren. Der Herr im letzten Bild sprang mich irgendwann an, machte ein Selfie mit mir und wollte weiterrennen – da hielt ich ihn aber mit “wait a minute, now I’ll take a pic of you” auf.

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Ich habe mich dann zwei Tage später nochmal morgens aus dem Bett geschleppt, um Angkor Thom einen weiteren Besuch abzustatten. Ich mische hier jetzt ein bisschen Bilder des ersten und zweiten Besuchs. Die ehemalige riesige Tempelstadt beeindruckt bereits mit den Toren, die von zahlreichen Steinfiguren flankiert sind.

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Im Inneren der Stadt gibt es dann beeindruckende Tempel zu entdecken, von denen ich mich vor allem auf den Bayon konzentrieren werde. Über 200 riesige Steingesichter blicken hier in alle Himmelsrichtungen und verleihen dem Bauwerk eine ganz besondere Atmosphäre – zumindest in den 30 Minuten zwischen Einlass und der Ankunft der ersten asiatischen Busgruppen, die brüllend durch den Tempel poltern und ohne das kleinste bisschen Rücksicht oder Respekt auf alles klettern, was ein Selfie lohnt – und “Don’t touch” Schilder dabei geflissentlich ignorieren. Glücklicherweise bin ich auf einer Zwischenebene falsch abgebogen und in einem wunderschönen Innenhof gelandet, so dass ich auch nach der anfänglichen Ruhe und Bedächtigkeit (auch da waren Leute anwesend, aber halt nicht diese Art von Reisegruppe) einen Platz abseits des Trubels finden konnte.

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Ich habe natürlich noch viele weitere Tempel gesehen, von denen ich aber nur noch Preah Khan gesondert zeigen will – ein riesiges Areal in dem man sich wunderbar verlaufen kann, deutlich weniger besucht als viele andere und mit ebenso beeindruckend mit riesigen Bäumen überwachsen wie Ta Prohm.

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Damit schließe ich den etwas länglich geratenen Teil über Angkor – trotz der eingangs angesprochenen Probleme merkt man schon am Umfang, dass der Besuch ein beeindruckendes Erlebnis war. In der Zwischenzeit sind aber schon wieder so viele verrückte Sachen passiert, dass sich die Tempel bereits weit weg anfühlen. Aber dazu mehr im nächsten Beitrag.

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