Kambodscha, Tag 1: Anreise

Na, das hat bisher ja mal alles vorbildlich funktioniert. Ich sitze im Vorhof des Pandan Boutique Hotels in Phnom Penh, lasse die vergangenen 31 Stunden (ohne nennenswerten Schlaf) Revue passieren und stelle fest: Auch diesmal war die Anreise erfreulich unspektakulär!

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Gehört seit einem denkwürdigen Morgen in Las Vegas zu jeder Reise dazu: Ein Iced Chai Latte.

Der kritischste Moment wurde durch ein kreidebleiches Kleinkind ausgelöst, das von seinem Vater brüllend an mir vorbeigetragen wurde, als plötzlich eine Fontäne Erbrochenes aus seinem Mund schoss… No kidding, das sah aus wie im Film und verfehlte mich dankenswerterweise um wenige Zentimeter bzw. Sekunden.

Der Herr vor mir hatte leider nicht so viel Glück.

Aber hey, das Geruchsbeseitigungsspray von Thai Airways hat in Rekordzeit seinen Dienst verrichtet. Sowieso, Thai Airways: Flugzeug, Service, Mahlzeiten und Entertainment an Bord brauchen sich nicht hinter meinen Lufthansa-Flügen zwischen Frankfurt und San Francisco zu verstecken. Zwischenstop war in Bangkok, wo wir neben dem um Welten pampigeren Sicherheitspersonal (die Frankfurter haben sich uns wiederholt als nette, lustige Truppe präsentiert) den Sonnenaufgang im Smog genießen durften. Auf dem Flug nach Phnom Penh saß ich dann neben einem netten Thailänder, seines Zeichens Ingenieur, der Anekdoten aus seinen Geschäftsreisen durch Kambodscha, Indien und den Rest Südostasiens zum Besten gab.

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Sonnenaufgang in Bangkok

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Auch in Kambodscha angekommen klappte alles reibungslos: Gepäck da, Fahrer da, Hotel top, was will man mehr. Verglichen mit Vietnam (insbesondere Hanoi) ist mein erster Eindruck von Phnom Penh: Irgendwie deutlich westlicher, der Verkehr chaotisch aber weniger wahnsinnig als in Hanoi, die Straßen außerhalb der Stadt deutlich ramponierter, staubig ohne Ende, aber irgendwie trotzdem… sauberer? In meiner Erinnerung wirkt Hanoi zumindest deutlich dreckiger als Phnom Penh, aber das kann täuschen. Da nach allem, was ich bisher so gelesen habe, Kambodscha eigentlich nochmal ärmer und weniger touristisch als Vietnam sein soll, nehme ich an, dass der Unterschied zwischen Stadt und Land ziemlich massiv ausfallen wird. Ich bin gespannt…

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Den Eintrag möchte ich natürlich nicht ohne ein paar Worte zum Essen beschließen. Mit Thailand und Vietnam als Nachbarn geht die kambodschanische Küche in der Wahrnehmung allgemein ein bisschen unter. Tatsächlich gibt es (auf den ersten Blick) deutlich weniger rein kambodschanische Restaurants als ich das erwartet hätte. Das regionale Essen hat eher ein bisschen Fusion-Charakter aus thailändischer, vietnamesischer, indischer, koreanischer und chinesischer Küche. Eines der Nationalgerichte gab es dennoch direkt zum Abendessen: Fisch amok, in Bananenblatt gekochtes Fischfilet mit Kokosmilch, Curry, Zitronengras, Ingwer und weiteren typischen Gewürzen. Dazu hatten wir einen Salat von grüner Mango, der im Gegensatz zu Vietnam aber nicht mit geschmortem Rindfleisch, sondern… ähm… fritierten Fischabfällen serviert wurde. War jetzt nicht ganz so mein Fall und eine gute Warnung, die Karten sorgfältiger zu lesen. Die Hauptspeise war dagegen zum niederknien und hat sofort Lust auf weitere kulinarische Entdeckungen gemacht.

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Nicht so lecker: Grüner Mango Salat mit fritiertem Fisch...irgendwas.
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Sehr lecker: Fisch Amok. So gut, dass ich fast vergessen hätte mein Essen zu fotografieren wie es sich für einen Touri gehört...

Hm. Gerade sind zuerst wiederholt Mangos vom Baum im Garten mit großem Gepolter neben mir eingeschlagen und dann ist eine handtellergroße Schabe gemütlich an meiner Fototasche vorbeigetrabt… vielleicht hält der Tag doch noch die ein oder andere Überraschung bereit…

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